Taubenhafte US-Notenbank sorgt für Kauflaune

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31. Januar 2019
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Redaktion RISIKO MANAGER

Nachdem die US-Notenbank eine Zinspause angedeutet hat, zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag auf breiter Front mit Gewinnen. Sie folgen damit den sehr guten US-Vorgaben. Die Währungshüter wollen bei künftigen Anpassungen des Leitzinses „geduldig“ sein, hieß es im geldpolitischen Statement.

Die sogenannte Federal Funds Rate - der Zins, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht  gegenseitig Geld leihen – bleibt zunächst in einem Korridor von 2,25 bis 2,5 Prozent. Zudem senkte die Notenbank ihre Einschätzung zur Wirtschaftslage auf „solide“ von „stark“. Damit ist weiter unsicher, ob es in diesem Jahr - nach vier Zinserhöhungen 2018 - überhaupt zu einem weiteren Zinsschritt kommt.

 

Mit den taubenhaften Aussagen der Fed treten die in Washington laufenden Handelsgespräche zwischen den USA und China zunächst etwas in den Hintergrund, bleiben aber gleichwohl im Blick der Märkte. Neuigkeiten zum Verlauf der Gespräche gibt es zwar keine, doch besteht an den Märkten weiterhin Hoffnung auf ein baldiges Ende des Dauerkonflikts.

 

In Tokio legt der Nikkei-225-Index 1,1 Prozent auf 20.772 Punkte zu. Dass der Yen deutlicher anzieht im Zuge der breiten Dollarschwäche nach den Zinsaussagen, bremst nicht. Der Dollar kostet aktuell 108,81 Yen. Zur gleichen Zeit am Vortag notierte er noch bei 109,32 Yen. Stützend wirkt in Tokio zudem, dass die japanische Industrieproduktion im Dezember weniger stark gesunken ist als befürchtet. (DJN, ud)

 

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