Strategisches Risikomanagement als Wettbewerbsvorteil nutzen

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05. November 2018
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Von Kai Brühl, Jennifer Groß, Steffen Eisele, Maximilian Johnen

Komplexität und Dynamik von geopolitischen, wirtschaftlichen und ökologischen Unsicherheiten haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Damit negative Auswirkungen solcher Entwicklungen vermieden oder gemildert und diese vielmehr als Chance genutzt werden können, muss das strategische Risikomanagement diese Risiken erkennen und gleichzeitig in der Lage sein, sie aktiv in die strategische Planung einzubinden. Der vorausschauende Umgang mit strategischen Risiken gewinnt somit enorm an Bedeutung: Beispiele in der Unternehmenspraxis zeigen, dass durch ein effektives strategisches Risikomanagement entscheidende Wettbewerbsvorteile entstehen, jedoch auch, dass der falsche Umgang mit diesen Risiken zum Scheitern eines Unternehmens führen kann. Ein strategisches Risikomanagement, das strategische Risiken identifiziert und steuert und daraus aktiven Input zur Strategiedefinition beisteuert, ermöglicht somit, die oben genannten Entwicklungen als Chancen zu nutzen.

Was ist strategisches Risikomanagement, und welchen Wertbeitrag kann es leisten?

Strategisches Risikomanagement soll Risiken, die die Strategie eines Unternehmens betreffen, identifizieren und steuern sowie Impulse in die strategische Planung des Unternehmens geben, sodass negative Auswirkungen abgemildert und Chancen ergriffen werden können. 

Strategische Risiken – besser noch strategisch relevante Entwicklungen – frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls die Strategie des Unternehmens frühzeitig und konsequent anzupassen, entscheidet in einer dynamischen Wettbewerbsumwelt immer mehr über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Zwei prominente und viel zitierte Beispiele der letzten Jahre sind Facebook und BlackBerry:

  • » Facebook: Facebook kann trotz seiner bisher jungen Geschichte als ein Positivbeispiel für das effektive und proaktive Management strategischer Unternehmensrisiken verstanden werden. Vor allem durch eine Reihe von Unternehmensakquisitionen wie die von Instagram und WhatsApp hat es Facebook geschafft, identifizierte strategische Risiken als Chance zu nutzen, die eigene Wettbewerbssituation zu schützen und den strategischen Fokus auf mobile Endgeräte zu stärken. 

  • » BlackBerry: Anstatt sich aufgrund technologischer Neuerungen und gesellschaftlicher Trends weiterzuentwickeln, hat sich BlackBerry nach Ansicht von Marktbeobachtern zu lange auf veraltete Technik fokussiert. Als einstiger Marktführer für Mobilfunkgeräte ist BlackBerry mittlerweile sogar aus der Smartphone-Produktion ausgestiegen. Ein effektives strategisches Risikomanagement hätte diese Entwicklung wahrscheinlich verhindern und Anreize setzen können, frühzeitig unter anderem in die Entwicklung von Smartphones zu investieren. 

Ziel des Artikels ist es, anhand von exemplarischen Unternehmensvorfällen aufzuzeigen, durch welche Maßnahmen und Faktoren Unternehmen in Zukunft strategische Chancen und Bedrohungen besser identifizieren und steuern können. Anhand von öffentlich zugänglichen Informationen wird verdeutlicht, warum gerade das strategische Risikomanagement in Zeiten von zunehmenden geopolitischen, wirtschaftlichen und ökologischen Unwägbarkeiten den entscheidenden Unterschied machen kann.

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[Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Fachzeitschrift RISIKO MANAGER 09/2018. Die Ausgabe ist seit dem 31. November 2018 lieferbar und kann auch einzeln bezogen werden.]

Autoren:
Dr. Kai Brühl, Director
Jennifer Groß, Manager
Steffen Eisele, Senior Consultant
Maximilian Johnen, Consultant
alle Risk Advisory – Strategic Risk, Deloitte GmbH.

Artikelbild: ©photoschmidt – iStockphoto.com