Standards für Unternehmenskredite stabil

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24. Januar 2018
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Von Andreas Plecko

Die Banken des Euroraums haben ihre Standards für Unternehmenskredite im vierten Quartal 2017 stabil gehalten. Im Vorquartal hatte es eine leichte Lockerung gegeben. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem aktuellen Quartalsbericht zur Kreditvergabe mitteilte, wollen die Institute die Standards, zu denen sie den Unternehmen Geld leihen, im ersten Quartal 2018 etwas stärker lockern. Die Kreditnachfrage der Unternehmen nahm im vierten Quartal 2017 spürbar zu.

Laut EZB ließen die Banken ihre Kreditstandards für Unternehmen im vierten Quartal 2017 unverändert, nachdem der Lockerungssaldo im dritten Quartal bei minus 1 Punkt gelegen hatte. Für das erste Quartal 2018 rechnen die Banken mit einer Lockerung um 4 Punkte. Ein "Lockerungssaldo" ergibt sich, wenn der Prozentsatz der Banken mit weniger strengen Kreditkonditionen höher ist als der Prozentsatz der Banken mit strengeren. Kreditstandards umfassen unter anderem Zinsen, Anforderungen an Sicherheiten, Kreditlaufzeiten und Tilgungsraten. Ein "Straffungssaldo" ergibt sich, wenn der Prozentsatz der Banken mit strengeren Kreditkonditionen höher ist als der Prozentsatz der Banken mit weniger strengen.
Kreditstandards sind bankinterne Richtlinien dazu, welche Art von Krediten eine Bank wünschenswert findet, welche sektorspezifischen und geografischen Prioritäten zu beachten sind, welche Sicherheiten als akzeptabel gelten und welche Voraussetzungen (Bilanzsituation, Einkommenslage, Alter oder Beschäftigungsstatus) ein Kreditnehmer erfüllen muss. Bei Hypothekenkrediten wurden die Bedingungen per saldo um 6 Punkte gelockert, nachdem sie im dritten Quartal um 11 Punkte gelockert worden waren. Bei Konsumentenkrediten lockerten die Banken die Bedingungen per saldo um einen Punkt, nachdem sie sie zuvor um 4 Punkte gelockert hatten. (DJN) 

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