Sparkassen verständigen sich auf Auffanglösung für NordLB

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01. Februar 2019
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Sparkassen und Landesbanken haben sich zur Rettung der NordLB auf ein alternatives Angebot verständigt. Der Sparkassen- und Giroverband (DSGV) erklärte, dass sich die Sparkassen-Finanzgruppe einstimmig auf einen Lösungsvorschlag zur Deckung des Kapitalbedarfs und einer damit einhergehenden Restrukturierung der NordLB verständigt haben.

Die Sparkassen und Landesbanken haben sich zur Rettung der NordLB auf ein alternatives Angebot verständigt. Der Sparkassen- und Giroverband (DSGV) erklärte, dass sich die Sparkassen-Finanzgruppe einstimmig auf einen Lösungsvorschlag zur Deckung des Kapitalbedarfs und einer damit einhergehenden Restrukturierung der NordLB verständigt haben.

Die Lösung für einen „wertschonenden Umbau“ könne nun mit dem Land Niedersachsen und  Anderen Trägern der NordLB umgesetzt werden. Die Bank, die 2016 in der globalen Schifffahrtskrise vor allem aufgrund ihres großen Schiffsfinanzierungsportfolios in die roten Zahlen geraten war, sucht seit längerem nach Wegen, das Kapital zu stärken. 2017 erwirtschaftete die Bank zwar wieder einen Gewinn. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug allerdings knapp 1 Mrd. Euro, hier hat die Schifffahrtskrise weiterhin deutliche Spuren hinterlassen.

Angebot von zwei Finanzinvestoren

Vergangenes Wochenende hatte die NordLB ein Angebot von zwei Finanzinvestoren für eine Minderheitsbeteiligung erhalten, Medienberichten zufolge sollen es die US-Investoren Cerberus und Centerbridge sein. Am Samstag sollen die Träger für eine der beiden Lösungsvorschläge zur Rettung der Landesbank entscheiden.

In der Vergangenheit hatten die NordLB und ihre Träger immer wieder ihre Bereitschaft deutlich gemacht, sich auch an einer möglichen öffentlich-rechtlichen Lösung zu beteiligen. Die Landesbank gehört mehrheitlich dem Land Niedersachsen mit knapp 60 Prozent, das Land Sachsen-Anhalt hält gut 5 Prozent. Den Rest halten die Sparkassenverbände in Niedersachsen mit gut 26 Prozent, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. (DJN)

Bildquelle: ©FotoEdhar | istock.com