Sicherheits- und Krisenmanagement als Kern eines integrativen Risikomanagements

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03. April 2018
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Von Kai Brühl, Maximilian Johnen, Steffen Eisele, Jennifer Groß

Die Komplexität externer und interner Bedrohungen für die Sicherheit von Unternehmen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Nicht nur die gestiegene Terrorbedrohung, sondern auch Naturkatastrophen, Cyber-Attacken oder Compliance-Verstöße von Unternehmen oder Mitarbeitern stellen enorme Risiken für Unternehmen dar. Vorfälle in der Unternehmenspraxis haben gezeigt, dass ein ganzheitliches Risikomanagement den Schutz von Mitarbeitern, physischen und nicht-physischen Ressourcen sowie der Reputation des Unternehmens fokussieren muss. Allerdings haben diese Krisen auch bewiesen, dass falsche Handlungen und Reaktionen von Unternehmen diese Zieldimensionen häufig noch stärker gefährden. Derartige Verhaltensmuster verdeutlichen den Handlungsbedarf in der heutigen Unternehmenspraxis. Einzig durch ein integriertes Konzept, das alle Komponenten eines erfolgreichen Sicherheits- und Krisenmanagements abdeckt und über traditionelle Krisenkommunikation hinausgeht, kann diesen Entwicklungen vorgebeugt und im Krisenfall angemessen reagiert werden.

Warum ist Sicherheits- und Krisenmanagement aktuell relevant?

Obwohl Idee und Bedeutung von Sicherheits- und Krisenmanagement nicht neu sind, hat sich das Sicherheitsumfeld von Unternehmen in den letzten Jahren stark verändert. Somit rücken Sicherheitsmanagement und der Umgang mit Krisen auf die Agenda des Top-Managements. Nur durch den ganzheitlichen Schutz der Sicherheit von Mitarbeitern, physischen und nicht-physischen Vermögensgegenständen sowie der Reputation des Unternehmens, können betroffene Unternehmen die steigenden Risiken aus Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt effektiv reduzieren. All dies darf jedoch nicht isoliert geschehen, sondern muss vielmehr in das übergreifende Risikomanagement integriert werden.

Der durch Terroranschläge verursachte weltweite wirtschaftliche Schaden ist seit 2010 um mehr als 300 Prozent gestiegen, wobei das Wachstum vor allem durch die Stärkung des Islamischen Staats (IS) im Irak und in Syrien vorangetrieben wurde [Vgl. Institute for Economics & Peace (IEP) 2017]. Besonders stark betroffen waren dabei die OECD-Mitgliedstaaten. Hier ist die Zahl der Todesfälle um 650 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014 gestiegen, und die wirtschaftlichen Schäden haben sich seit 2011 verdreifacht [Vgl. Institute for Economics & Peace (IEP) 2017]. Folglich sind Sicherheitsfragen auch immer weiter in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt. Vor allem aber die persönliche Haftung der Führungskräfte [Vgl. Werner 2017 zum Thema Dieselgate], sowie die steigenden Strafzahlungen und Reputationsschäden erhöhen den öffentlichen Druck auf Unternehmen, sich im unternehmerischem Sinn verantwortungsbewusst zu verhalten.

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[Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Fachzeitschrift RISIKO MANAGER 04/2018. Die Ausgabe ist seit dem 28. März 2018 lieferbar und kann auch einzeln bezogen werden.]

Autoren:
Dr. Kai Brühl, Director im Bereich Strategic & Reputation Risk, Risk Advisory,
Maximilian Johnen, Risk Advisory,
Steffen Eisele
, Risk Advisory,
Jennifer Groß, Risk Advisory, alle Deloitte.

Artikelbild: ©Evgeny555 – iStockphoto.com