Raiffeisen Bank reduziert Kreditrisiken

-
11. August 2017
-
Redaktion RISIKO MANAGER

Die Raiffeisen Bank International (RBI) kommt beim Abbau ihrer notleidenden Kredite schneller voran als erwartet und wird optimistischer. Zur Jahresmitte 2017 lag der Anteil der notleidenden Kredite an den gesamten Krediten der Bank (NPL-Quote) bei 7,3 Prozent. Zum Vorjahresstichtag berichtete die Raiffeisen Bank International, die seit Jahresanfang mit der Raiffeisen Zentralbank Österreich (RZB) fusioniert ist, eine Quote von 8,3 Prozent. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beliefen sich im ersten Halbjahr auf 76 nach noch 403 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016. Für das zweite Quartal berichteten die Österreicher keine Rückstellung, sondern einen Rückfluss aus der Vorsorge von 4 Millionen Euro. "Nachdem wir das ursprünglich gesetzte Ziel von rund 8 Prozent frühzeitig erreicht haben, soll die NPL Ratio mittelfristig weiter sinken", erklärte die Bank, und fügte hinzu, für 2017 rechne man damit, dass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen "deutlich" unter dem Niveau von 2016 mit damals 758 Millionen Euro bleiben wird. Als Grund nannte die Bank die hohen Rückflüsse und Erlöse aus Verkäufen notleidender Kredite. Vorher hatten die Österreicher lediglich einen Wert "unter" Vorjahr angekündigt. Zum Ausblick erklärte die Bank weiter, mittelfristig werde eine harte Kernkapitalquote (CET1 Ratio - fully loaded) von rund 13 Prozent angestrebt. Zum 30. Juni lag diese Kennziffer bei 12,8 Prozent.

Artikelbild: © goldnetz - Fotolia.com