Ist die Globalisierung am Ende?

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26. April 2017
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Von Téva Perreau

„Das politische Risiko ist zurück. So hören und lesen wir es allenthalben. Und das stellen auch wir fest, die wir uns mit dem Thema Risiko von Geschäfts wegen tagtäglich beschäftigen. War das politische Risiko aber jemals weg? Leider nicht: Manche Regionen und etliche Länder erlebten die schlimmste Ausprägung des politischen Risikos, Kriege oder Bürgerkriege, wiederholt oder sogar andauernd. Was die Industrieländer anbetrifft, hat das politische Risiko sicher eine andere Qualität. Aber auch hier führen uns terroristische Anschläge das Risiko vor Augen.“

„Unternehmen als Akteure der Wirtschaft müssen alle Komponenten und Facetten des politischen Risikos einkalkulieren: das eher moderate Risiko in stabilen Demokratien, zum Beisel durch populistische Tendenzen, das politisch-strukturelle Risiko in supranationalen Gemeinschaften wie der EU mit zum Beispiel einem Brexit, das Gelingen oder Scheitern von bilateralen Beziehungen, etwa in Form von Handelsabkommen. All dies Rahmenbedingungen haben, direkt oder indirekt, Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen.

Auch wir als Kreditversicherer und Risikopartner der Unternehmen unterliegen diesen Einflüssen und Auswirkungen. Wir müssen Sie in unsere Risikobetrachtungen einbeziehen. Aber wie kann man Variablen wie Krieg, Konflikt, Terrorismus, Populismus, soziale und politische Stabilität operationalisieren? Unsere Volkswirte haben es getan und den Coface Political Risk Index für 159 Länder erstellt. Das Modell misst verschiedene Typen des politischen Risikos und liefert als Ergänzung zu unseren Länderbewertungen spezielle Informationen für unternehmerische Entscheidungen.“

Ist die Globalisierung am Ende?
„Kongress Länderrisiken“: 11. Mai 2017, Opel Arena, Mainz

Politische Experimente in Großbritannien, den USA und vielleicht auch in Frankreich und Italien: 2017 drohen erhebliche Risiken für die deutsche Außenwirtschaft. Der selbstbezogene Blick auf die innenpolitische Interessenlage schürt Protektionismus. Dabei wird der Welthandel auch wegen der Konjunkturabkühlung in China ohnehin nur schwach zulegen. Auf international ausgerichtete Unternehmen kommen schwere Zeiten zu, wenn die politischen Risiken steigen.

Um diesen Themenkomplex dreht sich der 11. Kongress Länderrisiken des Kreditversicherers Coface am Donnerstag, 11. Mai, in der Mainzer Opel Arena.

Das Thema der Keynote von Dr. Daniela Schwarzer, Otto Wolff-Direktorin des Forschungsinstituts, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.: „Die Revolution der starken Sprüche – droht der Supergau für den Welthandel oder bringt die Politikwende neue Wachstumschancen?“

Workshops: Russland nach der Krise, Afrika für Einsteiger, USA und der neue Protektionismus, Perspektiven der EU nach dem Brexit, Zukunft der Exportfinanzierung und –absicherung.

Infos und Anmeldung: www.laenderrisiken.de

Advertorialbild: Erläutern die Risikosicht des Kreditversicherers, v.l.: Jochen Böhm, Regional Risk Underwriting Director Nordeuropa, und Dr. Mario Jung, Regional Economist, mit Moderator Erich Hieronimus   

Autor: Téva Perreau, Regional CEO Northern Europe Region beim Kreditversicherer Coface