Griechenland will mit syndizierter Anleihe zurück an den Kapitalmarkt

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28. Januar 2019
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Emese Bartha

Griechenland will offenbar wieder am Kapitalmarkt aktiv werden. Athen hat verschiedene Konsortialbanken angeheuert, um eine neue fünfjährige Staatsanleihe mit Laufzeit April 2024 im syndizierten Verfahren zu platzieren, wie aus Bankenkreisen zu vernehmen ist. Die Transaktion solle in Kürze - abhängig vom Marktumfeld - über die Bühne gehen.

Als Konsortialbanken fungieren demnach Bank of America-Merrill Lynch,  Goldman Sachs, HSBC, JP Morgan, Morgan Stanley und Societe Generale.  Zu hören ist von einem Volumen der ersten Anleihe Griechenlands  seit 11 Monaten von 2 bis 3 Mrd. Euro. Die Bücher für Interessenten sollen am Dienstag geöffnet und auch wieder geschlossen werden.

Stimmung am Anleihemarkt günstig

Griechische Beamte hatten kürzlich bereits darauf hingewiesen, dass die Rückkehr Griechenlands an den internationalen Finanzmarkt geplant sei, sobald die entscheidende Abstimmung zur Beilegung des seit Jahrzehnten währenden Namensstreits mit dem benachbarten Mazedonien auf dem Weg sei.

Dass es um die Stimmung am Anleihemarkt derzeit günstig bestellt ist, zeigt sich unter anderem daran, dass die Zehnjahresrendite Griechenlands auf einem Viermonatstief liegt. Spanien hatte erst in der Vorwoche eine Rekordnachfrage nach einem im syndizierten Verfahren emittierten Langläufer verbucht.

Die Regierung in Athen hatte im vergangenen Jahr Pläne für einen Zehnjahresbond fallen lassen müssen, weil die Finanzmärkte damals sehr volatil waren. Nun wird offenbar ein günstiges Fenster für eine Emission gesehen, wenngleich eine größere Emission offenbar weiter als riskant betrachtet wird. (DJN)

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