Geheimdokumente zur Manipulation von Banksystemen verloren

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16. Juni 2008
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Redaktion RISIKO MANAGER

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage sind in einem Londoner Vorstadtzug geheime Dokumente der britischen Regierung gefunden worden, die offenbar hohe Regierungsbeamte vergessen hatten. Diesmal handelte es sich um Unterlagen zur Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung, Drogenhandel und Geldwäsche.

KÖLN, 16.6.2008. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage sind in einem Londoner Vorstadtzug geheime Dokumente der britischen Regierung gefunden worden, die offenbar hohe Regierungsbeamte vergessen hatten. Laut britischen Medienberichten soll es sich diesmal um Unterlagen zur Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung, Drogenhandel und Geldwäsche handeln. Die Geheimpapiere mit dem Stempel ?Streng geheim? beinhalteten Informationen darüber, wie Bank- und Zahlungssysteme im Internet manipuliert werden können. Eine Zeitung hat die Dokumente erworben und an die Regierung zurückgegeben. Die Papiere gehörten nach Behördenangaben einem ranghohen Geheimdienstbeamten, der vorerst vom Dienst suspendiert wurde. In den vergangenen Monaten musste die britische Regierung mehrmals schwere Pannen im Umgang mit vertraulichen Informationen einräumen, unter anderem über Kindergeldzahlungen an 25 Millionen Bürger.

 

Der britische Premierminister Gordon Brown hat unterdessen neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Brown sagte auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident George W. Bush in London, Großbritannien werde das Vermögen der größten iranischen Bank einfrieren. Man werde Europa auffordern, ebenfalls neue Sanktionen zu verhängen. Großbritannien wolle deutlich machen, dass der Iran alle Pläne zur Entwicklung von Atomwaffen aufgeben müsse.