FinTechs bedrohen Banken auch bei Immobilienkrediten

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16. November 2017
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Von Christian Grimm

Die Banken in Deutschland werden es auf dem Markt für die Immobilienfinanzierung mit harter Konkurrenz von jungen Startups zu tun bekommen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Noch sei dieser 1,2 Bio. Euro schwere Markt für Häuser und Wohnungen fest in der Hand der traditionellen Geldhäuser. Doch die FinTechs werden nach Einschätzung der Kölner Forscher versuchen, der etablierten Konkurrenz Marktanteile abzujagen.

Die Ökonomen des IW raten den Geldhäusern deshalb, die häufig noch personalintensive und damit teure Kreditvergabe für Immobilien zu verschlanken. "Sie sollten außerdem verstärkt mit FinTechs kooperieren und sie als externe Denkfabriken nutzen", rät IW-Ökonomin Barbara Engels. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Institute aktuell noch vom Vertrauensvorschuss der Kunden bei der Finanzierung von Wohneigentum profitieren. Bei Darlehen für Firmen haben sich die FinTechs bereits einen festen Platz erobert. (DJN)

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