Deutsche Bank schafft Jahresgewinn

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01. Februar 2019
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Matthias Goldschmidt

Die Deutsche Bank hat 2018 den ersten Jahresgewinn seit 2014 eingefahren. Im vierten Quartal stand unter dem Strich allerdings erneut ein Verlust, der höher als erwartet ausfiel. Zudem gingen die Erträge abermals zurück. Beim Stellenabbau und bei der Senkung der Kosten kommt die Deutsche Bank unterdessen gut voran.

Seinen Kurs will Vorstandschef Christian Sewing fortsetzen. „Wir werden 2019 die Kosten weiter senken und gleichzeitig gezielt in Wachstum investieren“, sagte der Manager laut Mitteilung. „So werden wir unsere Profitabilität auch über das laufende Jahr hinaus substanziell steigern.“

 

Im laufenden Jahr will die Bank stärker sparen als bislang geplant, das Ziel für die bereinigten Kosten wurde auf 21,8 Mrd. Euro von 22 Mrd. verschärft. Das Ziel einer Rendite auf das materielle Eigenkapital (ROTE) von über 4 Prozent 2019 bestätigte die Bank.

 

Dividende von 11 Cent für 2018

 

Im abgelaufenen Jahr lag die Rendite bei mageren 0,5 Prozent. Der Gewinn nach Anteilen Dritter betrug 267 Mio. Euro nach einem Verlust von 751 Mio. im Vorjahr. In den drei Jahren davor hat die Bank jeweils rote Zahlen geschrieben, auch weil das Management aufgeräumt und sich von existenzbedrohenden Altlasten befreit hatte. Zum Tragen kam 2018 eine hohe Steuerquote aufgrund von Sondereffekten von 75 Prozent. Das Vorsteuerergebnis stieg um 8 Prozent auf 1,33 Mrd. Euro. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 11 Cent je Aktie erhalten.

 

Im Schlussquartal standen unter dem Strich wieder rote Zahlen. Der Verlust lag bei 425 Mio. Euro nach 2,4 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Damals belasteten Bewertungsanpassungen wegen der US-Steuerreform das Ergebnis. Analysten hatten im Konsens mit einem Minus von 301 Mio. Euro gerechnet. 

 

Die Ertragsmisere der Deutschen Bank setzt sich fort. Sowohl im Gesamtjahr als auch im Schlussquartal waren die Einnahmen rückläufig. Das schwache Marktumfeld sowie die negativen Schlagzeilen etwa wegen der Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in Deutschland und des Geldwäscheskandals um die Danske Bank, bei der die Deutsche als Korrespondenzbank tätig war, belasteten das Geschäft. (DJN)

 

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