Deutsche Bank reagiert auf Gerüchte um mögliches Downrating

ERM
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13. April 2018
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Deutsche Bank hat postwendend auf eine mögliche Abstufung des ICR-Ratings durch S&P reagiert. Die Ratingagentur hatte ihr langfristiges Emittenten-Rating (ICR) "A-" für die Deutsche Bank auf ihre Beobachtungsliste für eine mögliche Abstufung gesetzt.

Der Aufsichtsrat der Bank hatte am 8. April Wechsel an der Konzernspitze bekanntgegeben und Christian Sewing zum Nachfolger von John Cryan als CEO berufen. Dies könne zu einer Anpassung der bestehenden Strategie oder ihrer Umsetzung führen, obwohl derzeit nicht von einer radikalen Veränderung auszugehen sei, urteilten die Kreditanalysten. Allerdings könne eine verlängerte, vertiefte oder kostspieligere Restrukturierung dazu führen, dass die Bank für einen längeren Zeitraum ein negativer Ausreißer bleibe. Das Kurzfrist-Rating "A-2" bestätigte S&P Global Ratings. 

Die Deutsche Bank reagierte darauf mit der Feststellung, dass sich der Schritt konkret auf ihre bevorrechtigten vorrangigen (Preferred Senior) und strukturierten Schuldverschreibungen beziehe, die anderen wichtigen Ratings der Bank hingegen bestätigt worden seien. Darüber hinaus "begrüßte" die Deutsche Bank die Ausführungen der Ratingagentur zum neuen CEO Christian Sewing. Dieser "und sein neues Führungsteam verfügen über die Erfahrung und intime Kenntnis des Unternehmens und seiner verschiedenen Geschäftsbereiche, um diese langfristige und komplexe Aufgabe zu übernehmen", zitierte die Bank aus der Pressemitteilung von S&P. (DJN) 

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