Angst vor Cyber-Angriffen wächst

ERM
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24. April 2018
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Redaktion RISIKO MANAGER

In der Energiebranche wächst die Angst vor Betriebsstörungen durch Cyber-Angriffe. Mehr als drei Viertel der Manager geben an, dass sie Betriebsunterbrechungen als schwerwiegendste Folge einer Cyber-Attacke fürchten.

Für eine Umfrage des Industrieversicherungsmaklers Marsh waren 1.312 Manager aus den Bereichen Informationstechnologie, Risikomanagement, Finanzen, Recht / Compliance sowie von Geschäftsleitungs- bzw. Vorstandsebene befragt worden. Ein darauf basierender Report (Could Energy Industry Dynamics Be Creating an Impending Cyber Storm?) beleuchtet nun die bedeutendsten Schadensszenarien durch Cyber-Angriffe für den Energiesektor, die Selbsteinschätzung der Branche hinsichtlich ihres Cyber-Risikos und die Frage, wie die Unternehmen dieses Risiko künftig steuern wollen.

Die Angst vor Betriebsunterbrechungen beherrscht die Manager jedoch unabhängig vom Cyber-Risiko. Auch wenn mehr als die Hälfte der Befragten das Cyber-Risiko auf einem der ersten fünf Plätze im Ranking sieht, können 54 Prozent der Befragten nicht angeben, welches ihr schlimmstes Schadensszenario sei. Auch mögliche Schadenhöhen lassen sich so nicht beziffern. 

26 Prozent der Umfrageteilnehmer bestätigten, dass ihr Unternehmen in den letzten zwölf Monaten Opfer einer erfolgreichen Cyber-Attacke war. Eine Folge davon dürften die steigenden Investitionen in das Cyber-Risikomanagement sein, die von mehr als drei Viertel der Befragten angestrebt werden. Mehr als jedes vierte Unternehmen will seinen Versicherungsschutz erhöhen. 

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