Analyse des Zinsänderungsrisikos auf den Weg gebracht

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01. März 2017
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Von Redaktion RISIKO MANAGER

Die Europäische Zentralbank wir im Rahmen des jährlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (SREP) eine Sensitivitätsanalyse durchführen, die sich schwerpunktmäßig mit dem Zinsänderungsrisiko in den Anlagebüchern direkt beaufsichtigter Banken befassen wird. Von dem Stresstest erhofft sich die EZB hinreichende Informationen, um sich ein Bild von der Zinssensitivität der Aktiva und Verbindlichkeiten in den Anlagebüchern der Banken sowie von der Anfälligkeit der Nettozinserträge gegenüber hypothetischen Zinsänderungen zu machen.

Die EZB-Bankenaufsicht wird sechs Zinsschockszenarien anwenden, die auf den vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht im April 2016 veröffentlichten Standards zum Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch („Standards – Interest rate risk in the banking book“) beruhen. Diese Schockszenarien tragen unterschiedlichen Veränderungen in Höhe und Form der Zinsstrukturkurve Rechnung und liefern den Aufsehern Informationen darüber, wie sich die Schocks auf das wirtschaftliche Eigenkapital und die Nettozinserträge auswirken würden. Bei den Schocks handelt es sich nicht um realistische Prognosen für die Zinsentwicklung im Euroraum.
Die Ergebnisse des Stresstests werden im Rahmen des SREP erörtert.

Textquelle: EZB
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