AIG gilt nicht mehr als "Too-Big-to-Fail"

ERM
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04. Oktober 2017

Der ehemalige Versicherungsriese AIG, der während der Finanzkrise in die Schieflage geraten ist, wird nicht mehr als systemrelevant eingestuft. US-Finanzaufseher haben AIG, die mittlerweile nur noch halb so groß ist wie während der Finanzkrise, aus der strengen Aufsicht für systemrelevante Finanzinstitute entlassen. Das Financial Stability Oversight Council, eine Gruppe hochrangiger Finanzaufsichtsbehörden, stimmte mit 6:3 für die Aufhebung der Einstufung des globalen Versicherers als "systemisch wichtiges Finanzinstitut". Das bedeutet, dass AIG nicht länger als Bedrohung der Gesamtwirtschaft angesehen wird. Dies geschah für einige Beobachter früher als erwartet. Mit der Entscheidung kann das Institut die strengere Aufsicht durch die Bundesregierung abschütteln. Zuvor galten für AIG strengere Kapitalrichtlinien, Bundeszustimmung für große Fusionen und die Anwesenheit von Regierungsprüfer an der Firmenbilanz. AIG galt als "Too-Big-to-Fail", nachdem die US-Regierung im Zuge der Finanzkrise sagenhafte 182 Mrd. US-Dollar zur Rettung der Gesellschaft eingebracht hatte. (DJN)

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