Ab 2018 gilt LEI-Pflicht für MiFIR-Meldungen

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16. März 2017
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Von Stefan Hirschmann

Gemäß eines Beschlusses der G-20-Staaten sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Lieferung von aufsichtlichen Daten, die den nationalen zuständigen Behörden von den beaufsichtigten Unternehmen gemeldet werden müssen, sind Unternehmen durch den „Legal Entity Identifier“ (LEI) exakt zu identifizieren. Der LEI ist eine Rechtsträgerkennung, die bei einer vom Legal Entity Identifier Regulatory Oversight Committee (LEIROC) anerkannten Vergabestelle (Local Operating Unit, LOU) beantragt werden kann. Bei meldepflichtigen Geschäften nach der europäischen Finanzmarktverordnung MiFIR ist ab dem 3. Januar 2018 ein aktiver Legal Entity Identifier erforderlich. Andernfalls kann das Institut die meldepflichtigen Geschäfte nicht mehr ausführen. Darauf verweist die deutsche Finanzaufsicht BaFin. Der LEI ist weltweit gültig und wird bereits für die Meldung von Derivategeschäften gemäß der europäischen Marktinfrastukturverordnung EMIR genutzt. Für die Vergabe eines LEI und die notwendige jährliche Erneuerung seiner Nutzung fallen Gebühren an, welche die jeweiligen LOU in Rechnung stellen. Unternehmen, die einen LEI nutzen, müssen ihre Stammdaten jährlich aktualisieren und an das LOU übermitteln. Zu den deutschen LOU gehören der Bundesanzeiger Verlag und GS1 Germany. WM-Datenservice besitzt den Status eines sog. Pre-LOUs. Nach eigenen Angaben ist WM Datenservice Europas größte LEI-Vergabestelle und hat seit Oktober 2013 über 66.000 Rechtsträgerkennungen vergeben.

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